Geschichte der Pfarrkirche Sankt Jodocus

 

Die Pfarrkiche steht im Herzen der Gemeinde Börger. Erbaut wurde sie von 1856 bis 1858 von den Katholiken der Gemeinde Börger und den damals zum Kirchspiel Börger gehörenden Bürgern aus Breddenberg, Neubörger, Börgerwald und Börgermoor. Architekt war der renommierte Alexander Josef Niehaus aus Haselünne.

 

Alexander Josef Niehaus war in den Jahren 1834 - 1864 herzoglich-arenbergischer Bauinspektor und schuf zahlreiche bedeutende Bauten im Emsland wie z.B. den Ludmillenhof in Sögel, has Niehaus in Aschendorf etc..Im Gegensatz zu anderen Bauten errichtete der die Sankt Jodocus Kirche im neugotischen Stil und setzte damit Maßstäbe für zahlreiche spätere Kirchbauten in unserer Region.

 

In den 1960iger Jahren fand eine Modernisierung der Pfarrkirche statt. Die Seitenaltäre wurden entfernt, die dekorative Ausmalung musste einem  Anstrich in schlichtem Grauton weichen. Der Hochaltar blieb dank der  Hartnäckigkeit der Gemeinde erhalten. Wenn wir ihn heute betrachten, sehen wir ihn als unverzichtbaren  Bestandteil der Raumkomposition und können uns nur schwer vorstellen,  dass er seinerzeit zur Disposition stand.

Dass Modernisierung einer  historischen Kirche auch zum Vorteil gereichen kann, beweisen die neuen  Fenster in St. Jodocus aus den Jahren 2003 und 2004: Besonders bei  Sonnenschein geben sie dem Kirchraum mit ihren Farben Leben und Ruhe  zugleich. Und beim genaueren Betrachten erzählen sie Etappen der  Heilsgeschichte: Kain und Abel, die Arche Noah, Abraham und Sara, die  Geburt Christi und das Pfingstereignis sind einige Themen der insgesamt  14 Fenster.